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30 Tage Challenge: Essen in Schweigen (Tag 6)

Während unserer Zen-Meditations-Seminare essen wir in der Regel in Schweigen. Also nix reden. Gar nix. Auch nicht „Gib mir mal das Salz“ oder so. Was am Anfang extrem befremdlich auf mich gewirkt hat, weiß ich inzwischen hoch zu schätzen. Der Punkt ist, es ist verdammt angenehm einfach mal nichts reden zu MÜSSEN. Kein Smalltalk, kein Bla bla und schon gleich gar keine problembehafteten Gespräche.

Was bringt Essen in Schweigen?

Auf unser Essverhalten hat Essen in Schweigen ziemlich positive Auswirkungen:

  • Man isst automatisch langsamer. Warum, weiß ich eigentlich nicht ganz genau. Entweder weil man sich als Schnellesser schneller ertappt fühlt oder weil man jetzt erst merkt, dass man ein Schnellesser ist.
  • Dadurch kaut man besser, was massive Auswirkungen auf die Verdauung hat.
  • Man isst bewusster und nimmt Geschmäcker besser wahr. Und stellt sich damit viel eher die Frage: Mag ich das überhaupt? Schmeckt mir das? Was esse ich da überhaupt?
  • Durch das langsame Essen stellt sich schneller das Sättigungsgefühl ein. Wenn man jetzt nicht in die Falle tappt einfach nur deshalb mehr zu essen, weil man sonst viel früher fertig wäre als die anderen, dann hat man dadurch die Essensmenge sehr gut im Griff.

Also jede Menge Vorteile. Warum macht man es dann nicht öfter? Na ja, weil essen eben auch ein sozialer Akt ist und ein gutes Gespräch bei einem guten Essen schließlich auch etwas sehr Entspannendes haben kann.

Ausprobieren lohnt sich

Trotzdem möchte ich jeden einmal dazu ermutigen es auszuprobieren. Und mit Essen in Schweigen meine ich nicht, dass man nebenbei fernsieht, WhatsApp Nachrichten checkt oder ganz traditionell Zeitung liest. Es geht viel mehr um „Nur essen“ wie wir im Zen zu sagen pflegen.

Probiert es doch mal aus. Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

>> Mehr zur Challenge

 

 

 

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30-Tage-Challenge: Welche Kohlenhydrate sind abends erlaubt? (Tag 3)

Keine Kohlenhydrate abends, heißt es. Ganz richtig, denn die erhöhte Insulinausschüttung am Abend blockiert nicht nur unsere Fettverbrennung in der Nacht, sondern hemmt auch die Produktion von Wachstumshormonen, die uns jung und fesch halten.

Welche Kohlenhydrate abends?

Doch was heißt das genau? Wann bekomme ich dafür noch einen Challenge-Punkt und wann nicht? Im Großen und Ganzen geht es um die „klassischen“ Kohlenhydrate, wie Nudeln, Reis, Quinoa, Amaranth, Bulgur, Brot oder auch Kartoffeln. Wer die am Abend weglässt, kann sich gern einen Punkt dafür schreiben. Wer es ganz besonders streng nehmen möchte, bezieht auch Obst und andere Fitmacher-Kohlenhydrate hier mit ein. (Von den Dickmacher-Kohlenhydraten reden wir ja gar nicht). Denn natürlich produzieren auch diese – durchaus gesunden – Kohlenhydrate Insulin. Doch ich denke bei der Challenge weniger an Perfektion und mehr an Umsetzbarkeit. Schlankmacher-Kohlenhydrate zählen zwar auch zu den Kohlenhydraten, haben aber eine so geringe Insulinauswirkung, dass sie in dieser Frage nicht ins Gewicht fallen.

Kombination Fett und Kohlenhydrate

Der zweite Punkt, der ein paar Fragen aufwirft ist das Thema „Kombination Fett und Kohlenhydrate“. Diese sollte man möglichst vermeiden, vor allem dann, wenn man abnehmen möchte. Wenn es einem „nur“ um die Gesundheit geht, ist gegen diese Kombination grundsätzlich nichts einzuwenden. Doch wie steht es z.B. mit Olivenöl, Avocado, Nüsse, etc.? Darf man die nun kombinieren oder nicht? Hier gibt es für mich ein klares JA. Warum? Diese Fette bestehen hauptsächlich aus ungesättigten Fettsäuren. Diese sind im Körper aus Bau- und Strukturfett vorgesehen. Im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren aus Fleisch, Wurst, Milchprodukten, etc. Diese dienen als Brennfett und werden – wenn sie nicht verbrannt werden – auch eingelagert. Man könnte also diese Regel konkretisieren und sagen: „Kohlenhydrate nicht mit gesättigten Fettsäuren kombinieren“.

Mehr zum Thema Fett kommt in der nächsten Woche!

 

Weiterhin viel Erfolg und toi, toi, toi!
>> Infos zur Challenge

30 Tage Challenge: Der Zauber des Anfangs (Tag 1)

Immer wenn ich eine Ernährungsumstellung, Kur, Challenge oder sonstwas in der Richtung anfange, dann spielen meine Emotionen erst einmal Katz und Maus mit mir. Einerseits bin ich top-motiviert, v.a. wenn der Starttermin gut gewählt ist. Den finde ich enorm wichtig. Meine Favourites sind Anfang September und Anfang Jänner. Nach dem Sommer habe ich in der Regel genug von Grillfeiern & Sommerparties und der Urlaub ist auch vorbei. Alles geht wieder seinen geregelten Lauf, die Schule beginnt und man ist wieder auf Disziplin fokussiert. An Neujahr funktioniert das fast noch besser. Angefressen von den Feiertagen, abgefüllt mit Glühwein und Sekt und viel zu bewegungsfaul aufgrund der stressigen Vorweihnachtszeit. Da macht sich doch gleich ein „Jetzt reicht’s-Gefühl“ breit und da klappt der Anfang gleich viel besser. Die Lust auf Frisches und Gesundes ist jetzt auch da.

Globaler Energieschub am Anfang

Außerdem nimmt man im Jänner so eine Art globalen Energieschub mit. Ich glaube es gibt keinen anderen Monat, in dem mehr Leute anfangen etwas für sich zu tun. Das gegenseitige Verständnis ist groß und alle sitzen in einem Boot. Also wann, wenn nicht jetzt?

Innere Kommunikation

Doch ich will ehrlich sein. So ganz ungetrübt ist die Freude natürlich nicht. Denn gleichzeitig machen sich ein paar Verlustängste breit. Waaaaas, jetzt gar keine Schoki mehr? Kein gemütliches Glaserl Wein? Und was, wenn ich eingeladen bin???? Und überhaupt: wie komme ich ohne Snacks durch den Tag? Will ich das überhaupt? Muss das sein? Wieso soll ich mir eigentlich was vorschreiben lassen? (Und das auch noch von mir selbst….).

Ist schon komisch, was da innerlich für eine Kommunikation abgeht. Welche Ängste man plötzlich hat, dass man irgendwie zu kurz kommt. Dass man zu wenig bekommt. Oder gar die Angst nicht satt zu werden. (Hab ich übrigens ziemlich oft, eigentlich immer.). Dabei werde ich definitiv immer satt. Und ich denke Ihr auch, oder?

In Wirklichkeit meldet sich ja nur mein innerer Schweinehund, der plötzlich Panik bekommt. Er hat’s halt so gern gemütlich. Verständlich. Wer hat das nicht?

Positive Erfahrungen helfen auch am Anfang

Und ehrlich gesagt, wenn ich nicht schon so viele positive Erfahrungswerte aus der Vergangenheit hätte, dass man sich WIRKLICH gut fühlt, wenn man ein paar ernährungs- und bewegungstechnische Maßnahmen umsetzt, wäre ich vielleicht auch nicht so diszipliniert.

Aber man wird wahrlich belohnt. Jeder geschaffte Tag macht ein wenig stolz und das Selbstwertgefühl steigt. Es ist ein bisschen wie ein Sieg über sich selbst. Und das macht stark und glücklich. Und das Beste kommt zum Schluss: je mehr sich die neue Gewohnheit im Alltag etabliert hat, desto leichter geht’s, desto selbstverständlicher wird alles und desto besser ist das Wohlbefinden. Die persönliche Komfortzone hat sich deutlich vergrößert und plötzlich fühlt man sich unwohl, wenn man NICHT zum Sport geht.

Aller Anfang ist also schwer. Allem Anfang wohnt aber auch ein Zauber inne. Es ist meine Entscheidung, welchen Blickwinkel ich einnehme.

 

Du willst noch bei der Challenge mitmachen? >> Hier geht’s zu den Infos

 

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Zuckerfreie Weihnachtskekse ohne Mehl

Wie man sich gesund durch den Advent nascht…

Wenn ich ehrlich bin, dann war meine Erwartungshaltung an  zuckerfreie Weihnachtskekse überschaubar. Eigentlich bin ich der Meinung: wenn schon naschen, dann richtig. Und schließlich ist Weihnachten ja sowieso Ausnahmezustand. Aber meine Berufung bringt es mit sich, dass ich mich mit zuckerfreien Varianten beschäftige. Also habe ich angefangen zu experimentieren. Und siehe da: inzwischen bin ich Fan der zucker- und weizenmehlfreien Leckereien. Und zu meinem Erstaunen meine Familie auch. Und in Null-Komma-Nix waren sie schon wieder weg.  So saftig wie heuer wären sie noch nie gewesen, sagen sie. Na dann….

Einfach & schnell in der Zubereitung

Meiner Power Kekse sind supereasy zum Zubereiten. Man kann quasi nichts falsch machen und hat jede Menge Möglichkeiten zum Variieren. Wer einen leistungsstarken Mixer oder gar einen Thermomix besitzt, hat die zuckerfreien Weihnachtskekse Ruck-Zuck fertig.

Viele mögliche Variationen 

Die Grundzutaten für zuckerfreie Weihnachtskekse sind Trockenfrüchte, Haferflocken, Apfel, Banane und Mandeln. Dann wird je nach Geschmack erweitert um Kakao, Kokosflocken oder Pistazien und verfeinert mit weihnachtlichen Gewürzen wie z.B. Zimt, Vanille oder Muskatnuss.

Viele verwenden für zuckerfreie Kekse Datteln. Die Blutzuckerwirkung von Datteln ist allerding exorbitant hoch, fast schon so hoch wie bei Zucker selbst. Da macht man nicht wirklich Meter. Daher bevorzuge ich Feigen, Zwetschen oder Marillen. Ich denke, ich werde auch noch mit Cranberries, Mango oder Papaya experimentieren.

Freestyle nicht nur erlaubt, sondern erwünscht

Ach ja, ich bin ein Freestyler. Das heißt ich koche fast nie nach Mengenangaben. Das kann beim Backen normalerweise  fatal sein, aber bei bei diesem Rezept kann man sich sehr gut auf das Gefühl verlassen. Herauskommen soll eine Masse, die weder zu flüssig oder zu klebrig, noch zu trocken sein darf.

Ausgangsbasis ist immer die Grundmischung, die schon allein sehr lecker ist. Aufbauend auf dieser Mischung kann ich durch Zugeben weiterer Zutaten viele Variationen herstellen. Ich kann natürlich auch bei der Grundmischung experimentieren, z.B. Feigen gegen Zwetschgen oder Mandeln gegen Haselnüsse austauschen.

Grundmischung für zuckerfreie Weihnachtskekse:

  • 150 g feine Haferflocken
  • 100 g geriebene Mandeln
  • 100-150 g getrocknete Feigen (ich nehme eine gute Handvoll)
  • 100-150g getrocknete Aprikosen
  • 1 kleiner Apfel
  • ½ Banane (wer den Bananengeschmack nicht mag, kann sie auch weglassen)
  • 1 TL Zimt
  • Bei Bedarf: Mandel- oder Kokosmehl

Wer über einen guten Mixer verfügt, kann alle Zutaten auf einmal darin pürieren. Ansonsten sämtliche Zutaten erstmal klein hacken, raspeln und/oder zerdrücken.  Dann darf der Pürierstab weitermachen. Wer Schmalz in den Fingern hat kann  auch mit den Händen arbeiten. Wenn der Teig zu klebrig ist, einfach etwas Kokos- oder Mandelmehl dazugeben.

Zubereitung

Aus dem Teig mit der Hand kleine Kugeln und daraus kleine Taler formen. Ein einfachsten funktioniert das, wenn man erst kleine Rollen formt und und in gleich große Stückchen unterteilt. Auf 180 Grad (Umluft) ca. 15-20 Minuten backen. Danach etwas auskühlen lassen.

Für das Finish: 

  • 250 g dunkle (Koch-) Schokolade (mind. 70%)
  • 1 EL Kokosöl

Dunkle Schokolade zusammen mit dem Kokosöl im Wasserbad oder auf ganz niedriger Hitze schmelzen lassen. Kekse damit bestreichen und mit passendem Topping (Pistazien, Nüsse, Cranberries, etc.) garnieren.

 

Zuckerfreie Weihnachtskekse mit Kokos

Variante 1: Für Kokosfans

  • ½ Bio-Orange
  • 50 g Kokosflocken

Zur Mischung die abgeriebene Schale und den Saft von einer Bio-Orange und die Kokosflocken dazugeben. Da die Mischung dadurch flüssiger wird, mit etwas Kokosmehl arbeiten.

 

 

 

 

Zuckerfreie Weihnachtskekse mit Pistazien

Variation 2: Für Schokotiger

  • 2 EL Kakao (gern auch mehr)
  • gehackte Pistazien

Kakao zur Mischung dazu geben. Auch hier kann man mit ein bisschen Orangenschale arbeiten. Das harmoniert auch sehr gut zur Schokolade. Zum Verzieren habe ich hier gehackte Pistazien verwendet. Das war eigentlich meine Lieblingsvariante.

 

 

 

Cranberry-Kekse

Variation 3: Für Beerenliebhaber

50 g Cranberries zu Mischung geben oder auch einen Teil der anderen Trockenfrüchte damit ersetzen.

 

 Natürlich ist in dunkler Schokolade immer auch etwas Zucker drin. Wer komplett zuckerfrei genießen möchte, lässt die Glasur einfach weg.

 

 

Mein Tipp:

Dieses Rezept für die zuckerfreien Weihnachtskekse ist perfekt um Reste zu verwerten. Sehr oft habe ich im Vorratsschrank angebrochene Packungen an Trockenfrüchte, Nüsse oder Kokosflocken. Hier kann alles rein.

Hier kommt noch das VIDEO ZUM REZEPT. Ich wünsche Euch einen schönen Advent!