Beiträge

Geheimtipp Basenbrühe

Diese Challenge-Woche steht bekanntlich ganz unter dem Thema Eiweiß. Damit untrennbar verbunden ist der Säure-Basen-Haushalt, denn Eiweiß hat zwar viele Vorteile, ist jedoch in seiner Verstoffwechselung säurebildend.

Daher empfiehlt es sich ab und zu auch basische Tage einzulegen. An diesen Tagen sollte das pflanzliche Eiweiß aus Hülsenfrüchten, Sprossen oder Pilzen im Vorgrund stehen. Habt Ihr gewusst, dass Shitake- und Austernpilze ganz hervorragende, pflanzliche Eiweißlieferanten sind, über ganz viel Mineralstoffe und Antioxidantien verfügen? Sie machen sie auch in einer asiatischen Suppe sehr gut!

Apropos Suppe. Ein kleiner Geheimtipp um den Körper beim Entsäuern zu unterstützen, ist die Basenbrühe. Man macht sie immer frisch und trinkt einen Liter über den Tag verteilt. Während einer Basenkur sollte man sie täglich trinken. Ich plädiere während der Challenge für 1 oder 2mal pro Woche!

Rezept Basenbrühe:

Zutaten für einen Liter Basenbrühe:

Die genauen Mengen sind eigentlich gar nicht entscheidend, vielmehr die Zutaten an sich. Das sind hier grobe Angaben, die gern variieren können.

  • 1,5 L Wasser
  • 300 g Kartoffeln
  • 2  Karotten
  • 160 g Knollensellerie, alternativ: Pastinaken
  • Pfeffer, Salz
  • etwas Ingwer, frisch
  • frische Kräuter nach Wahl, fein gehackt

Zubereitung:

Kartoffeln, Karotten und den Knollensellerie und/oder Pastinaken schälen und würfeln. Ingwer ebenfalls schälen und ein paar dünne Scheiben abschneiden. Alle Zutaten in einen Topf mit Wasser geben und eine Brühe daraus kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.  Dann die Brühe durchsieben und mit den frischen Kräutern garnieren. Das Gemüse gibt man weg. Man kann es unabhängig von der Brühe das Gemüse auch essen, aber die meisten Nährstoffe stecken jetzt in der Brühe!

>>> Mehr zum Säure-Basen-Haushalt findet Ihr hier! 

 

 

 

 

 

Okay, ich weiß das Thema ist ein alter Hut und jedes Magazin schreibt jetzt drüber. Trotzdem steht mal wieder der Urlaub an und damit unweigerlich die Frage: Geht sich die Bikinifigur noch aus? Ich beschäftige mich nun schon so viele Jahre mit der Ernährung und auch mir stellt sich diese Frage jedes Jahr. Nicht dass ich generell unzufrieden wäre mit meiner Figur, im Gegenteil. Aber ein Bikini ist halt dann doch schonungslos und verhüllt quasi nichts. Da regt sich auch bei mir die Eitelkeit und irgendwie ist das doch menschlich, oder?  Den Sommer finde ich in diesem Zusammenhang doppelt schwer. Man genießt die lauen Abende am Balkon, das ein oder andere Glas Wein oder auch mal ein Eis. Nicht gerade das Paradeprogramm für perfekte Formen (na ja, wer will denn schon perfekt sein…) und die Bikinifigur.

Aber machen wir uns nichts vor. Jeder weiß, dass eine langfristige Ernährungsumstellung sinnvoll und das vorrangige Ziel eines jeden sein sollte, der mit ein paar Kilos zuviel zu kämpfen hat. In der Praxis sind es aber gerade die 3-4 Kilo, die jetzt zum Urlaub noch schnell runter müssen um zur Bikinifigur zu kommen.  Ein knackiges Training ist dabei das A und O, aber ohne ein paar zusätzliche ernährungstechnische Maßnahmen geht es auch wieder nicht. Also, was tun?

Hier mein Erste-Hilfe-Programm: 

Variante 1: Ich entscheide mich für eine strenge Diät oder Kur und ziehe diese gnadenlos durch. Dabei gibt es durchaus interessante und auch erfolgreiche Ansätze auf dem Markt, sei es das Stoffwechselprogramm metabolic balance oder die immer wieder schwer diskutierte HCG-Diät (auch unter dem Namen 21-Tage-Stoffwechselkur bekannt). Diese Variante funktioniert (bei Auswahl des richtigen Programms) für die Bikinifigur zweifelsohne gut. Hier stellt sich die Frage eher, ob ich derzeit bereit bin ein solches Programm durchzuziehen, oder ob die Verlockungen (erste Grillabende, etc.) nicht doch zu groß sind.

Variante 2: Ich setze Akzente und fokussiere mich auf ein paar Maßnahmen, die auch wirklich was bringen. Im Folgenden kommen meine persönlichen Tipps, die alle nicht neu, aber trotzdem wirkungsvoll auf dem Weg zur Bikinifigur sind. Ausschlaggebend ist dabei die Konsequenz in der Umsetzung. Diese muss keinesfalls 100% perfekt, aber eben so gut wie möglich sein.

 

  1. Zucker ist tabu

Dass Zucker in größeren Mengen unserem Körper schadet ist schon lange kein Geheimnis mehr. Er ist der Insulintreiber Nummer 1 und fördert damit die Gewichtszunahme wie kaum ein anderer Nährstoff. Ja, es gibt Zuckeralternativen, und sogar einige ganz gute (Kokosblütenzucker, Birkenzucker, Lucuma, …). Allerdings tut man sich keinen Gefallen, wenn man Kristallzucker einfach 1:1 gegen diese Alternativen tauscht. Denn nur wenn der Körper einige Zeit mal komplett vom Zucker runter ist, verlangt er auch nicht mehr so stark danach. Daher rate ich zu 2-3 komplett zuckerfreien Wochen (auch versteckten Zucker beachten) um danach Zuckeralternativen sinnvoll und in Maßen wieder einzubauen. Der Körper dankt es auf dem Weg zur Bikinifigur mit schnellem Gewichtsverlust.

 

  1. Weißmehl weglassen

Wer wirklich schnelle Erfolge erzielen möchte, lässt Weißmehl für diese Zeit komplett weg und reduziert auch das Vollkornmehl drastisch. Es gibt genügend andere Kohlenhydratquellen (Quinoa, Kartoffeln, etc.), die auch einen Sportler gut versorgen können. Zum Frühstück lieber ein Porridge oder ein Müsli mit Haferflocken, gesüßt mit geriebenen Äpfeln oder Beeren!

 

  1. Nur drei Mahlzeiten am Tag

Die meisten Menschen profitieren davon, wenn sie nur dreimal am Tag essen und die Zwischenmahlzeiten weglassen. Wenn schon naschen, dann Lebensmittel mit niedriger Blutzuckerwirkung (Nüsse, Rohkost, Obst in Maßen).

 

  1. Zweimal pro Woche eine 14-Stunden Pause

Vor allem Anti-Aging Papst Dr. Dr. Johannes Huber hat viel über die so genannte 14-Stunden Pause erforscht: unsere Wachstumshormone (da geht es um das Jungbleiben der Zelle), aber auch die Hormone, die unseren Fettstoffwechsel steuern, arbeiten einfach besser unter Nahrungskarenz – vor allem in der Nacht und im Besonderen in den Stunden rund um Mitternacht. Konkret bedeutet das: wer es schafft zwei- oder dreimal pro Woche die letzte Mahlzeit um 16 oder 17 Uhr zu sich zu nehmen um dann erst wieder um 9 Uhr zu frühstücken, betreibt nicht nur aktives Anti-Aging, sondern tut auch was für Figur. Diese Maßnahme hat sich auch bestens bewährt, um nach einer Diät das Gewicht zu halten.

 

  1. Natürliche Fatburner einbauen

Von Fatburner-Lebensmitteln darf man sich keine Wunder erwarten. Noch keiner hat signifikant durch Chili essen abgenommen. Aber in der Summe haben diese Lebensmittel trotzdem einen Effekt und unterstützen die anderen Maßnahmen. Zu diesen Lebensmitteln zählen neben Chili auch Ingwer, grüner Tee oder auch Kohlgemüse (man denke an die berühmte Kohlsuppe). Die Schalen von Krustentieren gelten aufgrund ihres Chitingehalts als natürlich Fettblocker, d.h. sie erschweren die Aufnahme von Fett aus dem Darm. Daher bieten sich kleine Krevetten, die mit Schale gegessen werden ebenfalls gut an.

 

  1. Basisch essen

Klingt banal, ist aber für die Bikinifigur enorm wichtig und sehr deutlich an klareren Gesichtszügen und strafferer Haut zu erkennen. Wer übersäuert ist, nimmt nicht ab. Dazu blockieren Säureablagerungen im Bindewebe viel zu sehr das gesamte Fettstoffwechselsystem. Daher heißt es jetzt Säurebildner einzuschränken. Wer auf Zucker und Weißmehl verzichtet, hat hier schon viel geschafft. Dann noch Finger weg von Fertigprodukten und Wurstwaren, und die halbe Miete ist geschafft. Wer besonders brav ist, reduziert auch Fleisch, Fisch und Käse und setzt hier konsequent auf Bio-Ware.

Dafür kommt viel Grünes auf den Tisch. Vor allem das Blattgrün der Wildkräuter tut hier gute Dienste. Aber im Grunde sind fast alle Obst-und Gemüsesorten gute Basenlieferanten. Ein Geheimtipp für Hartgesottene: die japanische Umeboshi Aprikose.

Hier findet Ihr noch ein paar Maßnahmen bei Übersäuerung.

 

  1. Achtung Obst

Gerade in dieser Jahreszeit neigt man dazu verstärkt Obst zu essen oder Smoothies zu trinken. Hier rate ich eindeutig zur Vorsicht. Obst ist gesund (und natürlich basisch) und enthält viele Vitamine, das steht außer Frage. Aber Obst enthält eben auch viel Trauben- und Fruchtzucker. Und beides ist schlecht, wenn man zuviel davon bekommt. Daher rate ich dazu pro Tag nicht mehr als 3 Stück Obst zu konsumieren. Am besten man greift zum Green Smoothie mit viel Grünzeug (halt Salat und so) drin.

 

  1. Eiweiß richtig einsetzen

Eiweiß als Baustoff der Muskelzelle ist enorm wichtig und sollte Teil einer jeden Mahlzeit sein, bei Bedarf durchaus auch ergänzt durch entsprechende Nahrungsmittelergänzung. (Hier kommt es sehr auf den individuellen Trainigsplan an.) Um den Säure-Basen-Haushalt stabil zu halten, rate ich dazu Eiweißsorten pro Mahlzeit nicht zu stark zu mischen, denn wie schon oben angedeutet, sind viele Eiweißquellen Säurebildner. Hier sollte man unbedingt auf Qualität achten (gilt vor allem für Fleisch!). Vor allem, wenn der Eiweißbedarf sehr hoch ist, kann eine Ergänzung von Aminosäuren, z.B. in Kapselform durchaus sinnvoll sein um den ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt nicht zu belasten.

9. Suppentage einbauen

Wenn es mit der Bikinifigur eng wird, baue ich gern mal ein oder zwei Gemüse- oder Kohlsuppentage ein. Das funktioniert für einen kurzen Zeitraum sehr gut, spätestens ab dem 4.Tag muss man eine Eiweißquelle mitaufnehmen oder Aminosäuren in Kapselform zu sich nehmen. Bei der Kohlsuppe gibt es jede Menge Rezepte. Ich halte mich da auch gern an ein Rezept von Marion Grillparzer aus „33 Magische Suppen“ und variiere je nachdem was ich im Kühlschrank habe mit anderen Gemüsesorten und frischen Pilzen.

 

Bikinifigur und  Kohlenhydrate?

Natürlich fällt der Gewichtserfolg umso größer aus, je mehr ich darauf achte Kohlenhydrate einzuschränken (Gemüse ausgenommen). Hier kommt es jedoch sehr darauf an, welches Sportprogramm ich fahre. Je mehr (intensives!) Ausdauertraining, desto mehr Kohlenhydrate werden verbraucht. Und desto mehr Verlangen nach Kohlenhydraten wird der Körper auch entwickeln. Dieser Bedarf sollte auch gedeckt werden.

In der Praxis überschätzen jedoch viele Freizeitsportler den Kohlenhydratbedarf gewaltig und führen nach einem Training mehr davon zu als notwendig. Die Folge: man nimmt nicht ab. Hier rate ich dazu den eigenen Trainingsumfang wirklich kritisch zu hinterfragen und durchaus auch einmal auszutesten, ob man nicht mit weniger Nudeln und Co auskommt. Die ersten Tage muss sich der Körper oft umgewöhnen und ein verstärktes Hungergefühl stellt sich ein. Doch mit der Zeit programmiert sich der Körper quasi um und lernt früher in den Fettverbrennungsmodus zu wechseln. Das wurde sogar bei Intensiv-Ausdauersportlern schon eindrucksvoll belegt. Wer sich hier näher einlesen möchte, dem empfehle ich das Buch „Mehr vom Sport“ (Worm, Opoku-Afari).

Faustformel für Freizeit-Sportler:
Die Erfahrungswerte, die ich in den letzten Jahren während meiner Tätigkeit sammeln konnte, führen zu einer leichten Faustformel, die auf den Großteil der Freizeitsportler anzuwenden ist:

In Abnehmphasen empfehle ich maximal 2-3 kohlenhydratreiche Hauptmahlzeiten (wie Nudel- oder Reisgerichte) pro Woche, in Stabilisierungsphasen 3-5. Hier muss sicherlich jeder für sich selbst herausfinden, was die kritische Menge an verträglichen Kohlenhydraten ist. Hier gibt es genetische Unterschiede, die sich im Übrigen auch durch diverse DNA-Tests herausfinden lassen.

Eure Tipps? 

Natürlich gehört zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung noch einiges mehr und sicherlich habt Ihr auch noch den ein oder anderen Geheimtipp auf Lager. Ich bin jedoch überzeugt, dass allein diese Maßnahmen schon ausreichen und auf dem Weg zur Bikinifigur einen entscheidenden Schritt nach vorn macht, vorausgesetzt man ist konsequent.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Shapen und fit werden für die Bikinifigur!

 

ConnyPure

Schaut bei meinem Youtube Channel ConnyPure vorbei! Hier habe zum Thema passend genau das richtige Video Rezept für euch – Fisch im Bananenblatt gegrillt, total figurfreundlich und lecker.

Derzeit genieße ich jeden Tag eine Umeboshi Pflaume. Genau genommen kann man nicht wirklich von genießen sprechen, denn so richtig gut schmeckt sie natürlich nicht. Eigentlich schmeckt sie sogar ziemlich gruselig, vor allem wenn man das erste Mal reinbeißt. Und genau genommen ist es gar keine Pflaume (auch wenn sie als solches bekannt ist), sondern eine spezielle Aprikosenart, die über mehrere Monate in Salz und Shisoblättern eingelegt wurde.

Trotzdem bin ich fast süchtig danach und muss mich zusammenreißen es bei einer pro Tag zu belassen. Mehr sollte man nämlich gar nicht zu sich nehmen. (Warum weiß ich eigentlich selbst nicht so genau, werde der Sache aber noch nachgehen.*) Der Grund dafür ist ganz einfach. Sie tut mir nämlich verdammt gut. Ich leide seit einigen Jahren an Magenproblemen, die ich nur mit größter Mühe in den Griff bekomme. Seit ich Umeboshi entdeckt habe, geht’s wesentlich besser.

„Der blaue Diamant“

Kennengelernt habe ich Umeboshi durch meinen Zen-Meister Hinnerk Polenski.

Die fermentierte Aprikose ist nämlich aus der japanischen Klosterküche nicht mehr wegzudenken und dort fixer Bestandteil einer jeden Mahlzeit. In Japan wird sie auch „blauer Diamant“ genannt und ist wegen ihrer gesundheitlichen Vorteile hochgeschätzt. Die Mönche profitieren vor allem von der verdauungsfördernden Wirkung. Die Umeboshi wirkt sich nämlich anregend auf die Peristaltik aus. Das sind die natürlichen Bewegungen des Darms. Mönche sitzen nämlich den ganzen Tag viele Stunden in Meditation, bewegen sich wenig und haben deshalb auch eine träge Darmtätigkeit.

YIN und YANG in perfekter Harmonie

Die gesundheitlichen Vorteile sind auf ein perfektes Yin Yang Verhältnis zurückzuführen. Umeboshi gilt daher als höchst ausgleichendes Lebensmittel und wird traditionell zu medizinischen Zwecken eingeführt. Auch bei Erkältungen soll sie aufgrund ihrer antiseptischen Wirkung helfen. Hier konnte ich allerdings noch keine Erfahrungswerte sammeln.

„Wenn Du Wasser trinken willst, nimm Umeboshi, dann wird Dein Durst aufhören“. (jap. Sprichwort)

Fakt sind die alkalischen Eigenschaften. Wenn der PH-Wert also mal ins Wackeln kommt und wir vor einem Übersäuerungsproblem stehen oder einfach unseren Säure-Basen-Haushalt stabilisieren wollen, ist die basische Umeboshi das Mittel der Wahl. Dafür verantwortlich sind eine Reihe von Mineralstoffen, die in der salzigen Frucht stecken, allen an voran Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphor und Mangan. Angeblich können 10g Umeboshi die säurebildende Wirkung von 100g Zucker neutralisieren. Das heißt nach dem Kuchen zieht man sich gleich eine Umeboshi rein. (Damit vergeht die Lust auf ein weiteres Stück Kuchen sowieso…).

Wunderwaffe Umeboshi?

Darüberhinaus kann die kleine Salz-Aprikose noch einiges mehr. Sie wirkt als Antioxidans (Anti-Aging), fördert die Entgiftung und hilft wohl sogar bei Müdigkeit. Immerhin sagen das die aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen. Und die überschlagen sich wohl derzeit geradezu, denn jeder will die schon lang bekannten positiven Eigenschaften der Umeboshi bewiesen haben.

Making-of vom Dreh der schrägsten Basenlieferanten

Ich halte mich hier an den Grundsatz: Wenn was hilft, ist es mir egal wie viele Studien das bestätigen. Und was mir hilft, entscheidet mein Körper. Und der mag derzeit definitiv mehr von der salzigen Frucht.

Wo bekomme ich sie?

Umeboshi bekommt man im Bio-Supermarkt oder im Naturkostladen, meistens in der Japan-Ecke. Sie steht nicht im Kühlregal und muss auch erst nach dem Öffnen der Packung gekühlt werden. Entweder man genießt sie pur oder in Kombination mit Reis- oder Reisbällchen. Man kann aus Umeboshi auch eine Paste zum Würzen und Verfeinern herstellen.

Noch mehr basische Lebensmittel?

Umeboshi hat mit auf die Idee gebracht ein Video zu den schrägsten basischen Lebensmitteln zu drehen. Denn von solchen Superfoods, die gut für Magen und Säure-Basen-Haushalt sind, gibt’s tatsächlich noch mehr!

 

*Ich könnte mir vorstellen, dass diese Empfehlen daher kommt, weil die unreif geerntete Frucht sogar toxische Eigenschaften hat, die wohl erst durch den Fermentierungsprozess wieder ausgeglichen wird.

Hier geht’s weiter mit meinem Themenschwerpunkt Übersäuerung. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was tun bei Übersäuerung? Die Sache ist im Grunde denkbar einfach. Auf der einen Seite geht es darum die Säurebildung einzuschränken und eine basenbildende Ernährungsweise zu forcieren. Da es ziemlich wahrscheinlich ist an einem Säureüberschuss zu leiden und nicht umgekehrt, kann das ab sofort passieren. Gleich bei der nächsten Mahlzeit.

 

Schritt 1: ph-Wert messen

Wer  schwarz auf weiß wissen möchte, ob eine Übersäuerung vorliegt, holt sich aus der Apotheke ph-Teststreifen und misst den Urin. Die Messung macht man an drei aufeinanderfolgenden Tagen, jeweils viermal am Tag:

  • Morgen nach dem Aufstehen,
  • jeweils eine Stunde vor und nach dem Mittagessen,
  • am Abend vor dem Zubettgehen.

Der ph-Wert unterliegt während des Tages nämlich Schwankungen und das ist gut so. Wer immer den gleichen Wert misst, sollte stutzig werden und der Sache nachgehen, denn dann kann sogar schon ein hoher Grad an Übersäuerung erreicht sein. In diesem Fall wäre quasi schon nichts mehr „im Fluss“, weil zu viele Säureablagerungen das System belasten. Der normale Verlauf des Ph-Werts im Urin sieht so aus: morgens nach dem Aufstehen ist der ph-Wert eher im sauren Bereich, während des Vormittags steigt der Ph-Wert an und erreicht Werte bis zu 8, um kurz vor dem Mittagessen wieder abzusinken (in etwa in einen neutralen Bereich), am frühen Nachmittag erreicht er mit Werten bis zu 8,5 seinen Höhepunkt, sinkt schließlich wieder ab um gegen Abend wieder in den sauren Bereich zu fallen.

 

Schritt 2: Säurebildende Lebensmittel einschränken

Man unterscheidet hier grob zwischen Säure-Erzeugern (hier entstehen die Säuren im Zuge des Stoffwechsel) und Säure-Lieferanten (Lebensmittel mit sauren Elementen, wie Schwefel, Phosphor, Chlor, Jod oder Fluor). Egal, warum es zur Säurebildung kommt, bei diesen Lebensmitteln ist Vorsicht geboten, wenn man Übersäuerung verhindern oder entgegenwirken will:

Fertigfutter sollte der Vergangenheit angehören, Zucker und Weißmehl drastisch eingeschränkt, Alkohol und Koffein reduziert werden. Herkömmliche Nudeln oder Reis sollte man gegen hochwertige Kohlenhydratlieferanten wie Quinoa oder Bulgur tauschen. Außerdem empfiehlt es sich pro Mahlzeit nur ein oder zwei Eiweißsorten miteinander zu kombinieren. Vor allem bei Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten sollte man verstärkt auf Bio-Produkte setzen, da hier die Säurebildung definitiv wesentlich geringer ausfällt als bei konventioneller Produktion. Lebensmittel, die reich an Arachidonsäure (z.B. Schweinefleisch, Weichkase) sind, besonders sparsam verwenden. Kleines interessante Detail: beim Ei ist der Dotter basisch, das Eiweiß sauer! (Dies für alle Leute, die glauben es wäre gesund vom Ei nur das Eiweiß zu essen.)

 

Schritt 3: Viel Trinken gegen Übersäuerung

(stilles!) Mineral-Wasser, gespritzte Fruchtsäfte, Kräuter- oder Grüntees, Kokoswasser sind perfekt um einer Übersäuerung vorzubeugen. Kohlensäure möglichst vermeiden. Achtung: viele Früchtetees übersäuern! Das Gläschen Wein am Abend ist während einer Basenkur natürlich auch tabu. Langfristig halte ich mich generell an die 80:20 Regel: wenn die allgemeine Marschrichtung stimmt (also das Ess- und Trinkverhalten zu 80% passt), dann ist gegen einen 20%igen Spaßfaktor nichts einzuwenden.

 

Schritt 4: Basenbildende Lebensmittel wählen

Wurzelgemüse (Karotten, Pastinaken, Kartoffel …), Kohlgemüse (Brokkoli, Kohlsprossen) und grünes Blattgemüse (Spinat) sind perfekt um die Säure-Basen-Balance wieder herzustellen. Der Renner sind Sprossen aller Art, v.a. Alfaalfa-Sprossen. Auch sämtliche Kräuter sind basenbildend und dürfen daher in der Detox-Küche nicht fehlen.

Wer auf Nudeln nicht verzichten möchte, greift zu Shirataki-Nudeln aus der Konjac-Wurzel. Sie sind zudem Low Carb und passen auch gleich noch in die Schlankmacherküche. Ein Trendgemüse 2017 sind Algen. Sie sind unglaublich reich an Mineralstoffen, verfeinern Salate und Suppen und sooo basisch. Ein Geheimtipp ist die Basenbrühe. Ein Liter täglich wirkt schon fast als Wundermittel.

Bei den Obstsorten scheiden sich die Geister. Generell sind nahezu alle Obstsorten, auch Zitrusfrüchte wie die Zitrone, gute Basenbildner. Allerdings haben empfindliche, zu Sodbrennen neigende Personen ein Problem mit zu viel Fruchtsäure. Dann empfehle ich vor allem die Mango als eine tolle basische, fruchtsäurearme Frucht. Hier lohnt es sich auf seinen Körper zu achten. Auch Trockenfrüchte gehören auf die Basenseite.

 

Schritt 5: Basische Mineralstoffe zuführen

Wenn die Balance einmal so richtig aus dem Lot ist und eine Übersäuerung vorliegt, kommt man mit basischer Ernährung allein nicht weit. Dann (und das wird sehr oft der Fall sein) muss man nachhelfen. Die Schlüsselminerale sind hier Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Basenpräparate gibt es heute wie Sand am Meer. Über die perfekte Zusammensetzung streiten sich die Experten (Citrate oder Carbonate, organische oder anorganische Verbindungen, richtiges Verhältnis von Kalzium/Magnesium und Kalium/Natrium, usw…..). Wichtig finde ich, dass man zu einem hochwertigen Produkt greift. Denn die richtige Zusammensetzung der Mineralstoffe ist wirklich eine gefinkelte Sache. Außerdem gebe ich in der Regel Kapseln den Vorzug vor Pulver. (Billige) Basenpulver haben oft den Nachteil, dass hier vor allem die Magensäure neutralisiert wird. Doch gerade im Magen sollte ein saures Milieu vorherrschen, damit Eiweiße optimal aufgespalten werden können. Funktioniert dieser Prozess nicht einwandfrei, können zu große Eiweißverbindungen in den Darm gelangen und dort langfristig zu Schäden (z.B. Leaky-Gut-Syndrom) führen. Jedes Basenpräparat sollte auf jeden Fall VOR dem Essen (oder kurz vor dem Schlafengehen) eingenommen werden.

Produktempfehlungen:
Pure Base + Zink von pure life

Basenmineralmischung von Dr. Töth

 

Schritt 6: Leichtes Ausdauertraining

Darüber habe ich in meinem Artikel zum Säure-Basen-Haushalt schon hinreichend geschrieben. Auch Sportarten bei denen besonders viel Wert auf die Atmung gelegt wird (Yoga, Pilates, …) eignen sich prima. Überschüssige Säuren können so über die Lunge abtransportiert werden.

 

Schritt 7: Basenausgleich über die Haut

Überschüssige Säuren wird man über Schwitzen los (Sauna, etc.). Leider gehen dabei auch gleichzeitig basische Mineralien verloren. Eine relativ neue Erkenntnis ist die Möglichkeit der Aufnahme von Mineralstoffe über die Haut. Vor allem bei Magnesium funktioniert das offenbar richtig gut. Über Magnesiumöl (zum Aufsprühen) oder Magnesiumbäder erfolgt sogar eine bessere Resorption als über den Magen-Darm-Trakt. Bei lokalen Problemen, z.B. Muskelkater oder -krämpfe ist das Öl perfekt, für eine generelle Verbesserung der Basenbalance stehe ich voll das das Bad. Man merkt das sofort an einem entspannten Schlaf.

 

Schritt 8: Stress reduzieren bei Übersäuerung

Klingt leicht, ist aber verdammt schwer. Trotzdem sollte man sich zwingen vor allem die Mahlzeiten in Ruhe einzunehmen. Dabei gilt: am Tisch sitzen, gut kauen, wenig reden, kein Handy, kein PC, kein Fernseher, nicht beim Autofahren essen. Nette Menschen um einen herum wirken sich ebenfalls positiv aus.

Schon mal mit Meditation probiert? Gerade für aktive Menschen oft unvorstellbar: 25 Minuten sitzen und einfach nichts tun. Während man „nichts“ tut, regeneriert sich unser Körper. Denn auch bei der Meditation passiert ganz viel über die Atmung und die wiederum reguliert die Säure-Basen-Balance. Damit der Einstieg leichter fällt und man die richtige Technik erlernt, empfiehlt es sich, sich einer Gruppe anzuschließen bzw. eine Einführungsstunde zu besuchen.

Hier kann man das mal ausprobieren:

 

Ein Wort zu Säure-Basen-Listen

Noch ein Wort zu den vielen Säure-Basen-Listen, die auch im Internet kursieren. Hier kommt es nämlich oft zu Verwirrungen. Es gibt unterschiedliche, zum Teil sehr wissenschaftlich-analytische Methoden, Lebensmittel hinsichtlich ihres Säure-Basen-Gehalts zu untersuchen. Hierbei wird nicht immer darauf Rücksicht genommen, wie sich das Lebensmittel im menschlichen Körper verhält. Außerdem wird oft übersehen, dass es Lebensmittel gibt, die zwar säurebildend sind, es sich hierbei aber um „gute“, d.h. nicht schädliche Säuren handelt. Manchmal werden diese Lebensmittel auch als neutral bezeichnet. Dazu zählen z.B. Nüsse oder Hülsenfrüchte. Es wäre fatal diese vom Ernährungsplan zu streichen, selbst bei einer bestehenden Übersäuerung.

Besonders gut gefällt mir die Einteilung, wie sie das „Zentrum der Gesundheit“ vornimmt. Die Säure-Basen-Liste ist wirklich umfassend und sehr aussagekräftig. Und da man das Rad nicht neu erfinden muss, nehme ich hier gern darauf Bezug.

 

Detox und Säure-Basen-Haushalt

Detox ist zum regelrechten Modewort geworden. Entgiften und Entsäuern sind dabei Prozesse, die untrennbar miteinander verbunden sind. Beides bedingt sich gegenseitig. Beim Detoxing wird darüber hinaus der Fokus auf die Entgiftungsorgane Darm und Leber gelegt. Vor allem die Darmgesundheit (man erinnere sich: der Darm ist eines unserer Puffersysteme) spielt hier eine große Rolle. Daher ist eine regelmäßige Darmsanierung (z.B. einmal im Jahr) für einen ganzheitlich fitten Körper eine gute Sache. Praktisch ist, dass viele Maßnahmen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt auch der Darmgesundheit dienen. Hält man sich daher an die oben beschriebenen Empfehlungen, schlägt man schon fast zwei Fliegen mit einer Klappe.

 

Zum tiefer Einsteigen….

Natürlich ließe sich noch viel detaillierter und genauer über dieses Thema schreiben. Wer hier noch tiefer eintauchen möchte, dem seien hier zwei österreichische Autoren genannt, die sich zum Thema Säure-Basen-Haushalt einen Namen gemacht haben: Peter Jentschura und Dr. med. Ewald Töth. Auch wenn hinter beiden Namen große Produktlinien stehen, so kann man den Herren eine unglaublich große Fachkompetenz nicht absprechen. Vor allem Dr. Töth ist ein hervorragender Rhetoriker. Wer Gelegenheit hat einen Vortrag von ihm zu besuchen, sollte diese Chance auf jeden Fall nutzen.